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attacke!

bevor der verkündete wirtschaftsfrühling vergessen macht, was sich in den letzten jahren hier bei uns abgespielt hat, erlaube ich mir nun anlässlich der jüngsten pläne der allianzgruppe einen populistischen aber deshalb nicht weniger wahren wutanfall.
fassungslos muss ich feststellen. dass die wirtschaft und ihre protagonisten offensichtlich vergessen haben, dass die soziale marktwirtschaft kein geschenk an die arbeitende bevölkerung ist, sondern vielmehr eine verabredung, dass sie es nicht übertreiben mit dem menschenverachten und wir sie dafür nicht am nächsten laternenmast aufknüpfen...
das haben leider offensichtlich alle vergessen, insbesondere die erwähnte arbeitende bevölkerung. dafür ein herzliches dankeschön an sämtliche medien.
in frankreich(!) gehen sie wenigstens noch auf die straße -- hier denken alle, wenn ein stand mehr gehalt fordert, dass ein stück vom kuchen weg wäre. der kuchen ist allerdings gewaltiger als je zuvor. nur die krümel scheinen pause zu haben.

Web.log Kommentare

ChernayaAkula, Donnerstag, 06. Juli 2006, 10:52

ChernayaAkula's Gravatar

Ein wahres Wort!

McKenna, Donnerstag, 06. Juli 2006, 11:20

McKenna's Gravatar

Ich zitiere ATTAC mit einer Stellungnahme zum kommenden G8-Gipfel in Heiligendamm:
"Es kann und darf nicht sein, dass das Zusammentreffen imperialistisch-kapitalistischer Staaten in Elfenbeinturm stattfindet, der in der Wüste der Wirklichkeit steht. In einem (Anm. d. Zitierenden: Bundes- ) Land, das eine höhere Arbeitslosenquote vorweist als Sizilien muss man von unserer Seite mit Protesten und gerechten Gegenaktionen rechnen."
(wem das zu unpressemäßig vorkommt, dem sei gesagt, dass über das "reiche" Russland, in dem dieses Jahr der G8-Gipfel stattfindet, kein Wort verloren wird. Wahrscheinlich ist es denen zu kalt.
Trotzdem richtig. Früher hätte man solche Leute unter Missachtung der Menschenrechte in den unteren Verwaltungsabteilungen arbeiten lassen. Das Aufknüpfen spart aber die Pension.

Lou, Donnerstag, 06. Juli 2006, 18:34

Lou's Gravatar

Ja, auch wenn man viel über Frankreich lästert, so wissen die Menschen dort noch was sie zu tun haben wenn ihnen was überhauptnicht passt. Dort schafft man es noch auf die Straße zu gehen und für seine Meinung einzustehen. Die Frage ist nur ist man hierzulande zu faul dazu oder vertraut man zu sehr darauf das alles wieder irgendwie werden wird. Immerhin scheinen nicht alle so zu denken (wenn man an den Protest der Unikliniken bzw. deren Ärzte denk oder so).

Schlunz, Freitag, 07. Juli 2006, 08:56

Schlunz's Gravatar

Die "Reorganisation" bei der Allianz übertrifft noch die schlimmsten Befürchtungen selbst hochrangiger Abteilungsleiter. Wirklich verwunderlich, daß so wenig Widerstand kommt.

Mike, Freitag, 07. Juli 2006, 11:25

Mike's Gravatar

Dann kann es nur eine Antwort geben:
Sich solidarisieren und mit den Allianz-Leuten und den Studiengebührengegnern auf die Strasse gehen. In Frankreich waren die Proteste nur erfolgreich, weil es sich um eine breite soziale Bewegung gehandelt hat. Von der ist in Deutschland leider noch nicht viel zu sehen, folglich:
Nicht nur von Frankreich reden, sondern Frankreich umsetzen!

Chris, Freitag, 07. Juli 2006, 23:39

Chris's Gravatar

Ich würd meinem dem deutschen michel geht es noch zu gut. darum zuckt er sich auch noch nicht, so wie in frankreich.

Sebastian, Samstag, 08. Juli 2006, 10:00

Sebastian's Gravatar

Jedes Volk bekommt das was es verdient...

frei nach Brecht

Groove, Montag, 10. Juli 2006, 11:21

Groove's Gravatar

Daß bei Allianz/Dresdner zuviele Leute sitzen weiß jeder, der die Bude über die "Allianz-Arena" hinaus kennt. Der Managementfehler war eher, die Leute jemals eingestellt bzw. die Dresdner akquiriert zu haben. Wenn ich die Kommentare hier lese komme ich unweigerlich zu dem Schluß, daß Gewaltspiele auf Jugendliche/Mid-(Life-Crisis-)Agers negative Auswirkungen haben.

Niklas, Montag, 10. Juli 2006, 13:28

Niklas's Gravatar

tja, und managementfehler sind dann von den angestellten menschen unter einsatz ihres lebensglücks auszubaden. oder worauf möchtest du hinaus?

(mal abgesehen davon, dass ich mich zugegebener maßen bemühen muss, mit versicherungsangestellten mitleid zu haben...)

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