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LOAD "PARADROID", 8,1

Wer heutzutage einen neuen PC kauft, der packt ihn aus, schmeißt vier Kilo an Broschüren weg, darunter versehentlich die Garantie und die Bedienungsanleitung, aber wer liest schon Bedienungsanleitungen, wir sind ja Profis, also aus dem Fenster damit, wir checken das schon. Man schaltet an, wundert sich über die erstaunliche Hochstartgeschwindigkeit eines frischen, noch unvermüllten Windows und denkt vielleicht schon mit mildem Schauder daran, dass sich in etwa zwei Wochen in den schlecht durchbluteten tieferen Schichten des Betriebssystems so viel Datenschlamm gebildet haben wird, dass man nach dem Anschalten auch getrost erst einmal die Katzen füttern, die Freundin anrufen und »Die Gebrüder Karamasow« lesen kann. Dann schiebt man derlei defätistische Gedanken beseite, schaut nach der vorinstallierten Software, klickt ein bisschen rum, versucht vielleicht mutig eine Internet-Verbindung herzustellen und so weiter. Schon schön, das alles.

Als ich damals meinen ersten PC auspackte, es war ein C-64 und somit eigentlich gar kein offizieller PC, sondern nur ein Heimcomputer, obwohl das eigentlich eine blödsinnige Unterscheidung ist, aber egal, damals also war das alles ganz, ganz anders. Da gab es keine intuitive Oberfläche, nur diesen kryptischen blauen Eingabebildschirm. Nichts war zu sehen von all den tollen Sachen, die das Ding können sollte. Dabei hatte ich doch meinen Vater erzählt, dass die neumodische Maschine »mir toll bei den Hausaufgaben helfen kann«. Diese bestechende Argumentationslinie war mir von einem Schulfreund nahegelegt worden. Naja. Sinn bekam das alles erst, als ich (per »Datasette«, einem cremefarbenen Kassettenrekorder!) die ersten Spiele laufen lassen konnte. Anekdote am Rande: Tatsächlich habe ich meinen besten Freund Marco am Vorführ-C64 des örtlichen Quelle-Ladens kennen gelernt, wo die Holzmindener Dorfjugend ihre ersten Gehversuche mit Raubkopien unternahm und zu Hunderten Spiele getauscht hat. Die Chose mit den Spielen hat dann logisch und mit nur wenigen Umwegen zu meinem heutigen Beruf geführt. Ahem. Was mich daran erinnert, dass ich vor Jahren in einem Vorstellungsgespräch einem hoffnungsvollen Jungredakteur in spe mal gesagt habe, ich würde »Spielekenntnis bis zurück zum C-64« erwarten. Worauf er mich anschaute, als sei ich ein besonders lernschwaches Kind und mich in ruhigem, aber bestimmten Tonfall darauf hinwies, dass es ja wohl »N64« heißen müsse.

Warum erzähle ich das alles eigentlich? Ach, um der ungewaschenen Jugend von heute mitzuteilen, wie beschwerlich das Leben früher in der Pionierzeit war. Wir hatten ja nichts, damals. Absurd, wie stolz ich war, wenn ich ein Simpel-»Programm« hinbekommen habe, das nichts weiter tat, als den Screen farbig aufblinken zu lassen und ununterbrochen ALLE SIND DOOF AUSSER ICH hinzuschreiben. Und heute? Heute machen fünfjährige Gören Power-Point-Präsentationen für die Projektwoche im Kindergarten, stellen Kurzfilme auf Youtube und hacken sich in den Pentagon-Zentralcomputer ein und so was. Schlimm.

Web.log Kommentare

Der Graf, Dienstag, 18. September 2007, 19:55

Der Graf's Gravatar

"Spielekenntnisse bis zurück zum C-64"???

Oh, verdammt. Dann hab ich bei der GameStar wohl keine Chance...
Ach, immerhin kann ich C-64 und N64 auseinanderhalten.
Spätestens beim Startbildschirm trennen die beiden Welten :-) (schon da es beim Nintendo 64 keinen solchen Bildschirm im eigentlichen Sinne gibt, aber egal)

PS: Wenn ich noch nie einen Commodore angefasst habe, geschweige denn gestartet, warum verschafft mir dann ein Bild des Startbildschirms Nostalgiegefühle?

David, Dienstag, 18. September 2007, 19:56

David's Gravatar

Ich habe zwar die C-64-Zeit nicht mehr miterlebt, aber noch die DOS-Ära. Gerade die junge Generation, die schon an kleineren Treiber-Problemen scheitert oder ins Geheule über DirectX 10 verfällt weiß gar nicht, was man damals durchmachen musste, um überhaupt ein Spiel starten zu können:
Gefummel in der config.sys und autoexec.bat; eigene Boot-Disketten für Spiele, manuelle Einstellungen von IRQ, DMA- und E/A-Bereichen, ATAPI-Treiber einbinden oder allgemein der Umgang mit einer Konsole statt einem GUI.

Dagegen sind DirectX & Co. doch ein Spaziergang.

Basti, Dienstag, 18. September 2007, 20:06

Basti's Gravatar

C-64, das waren noch Zeiten... auch wenn man es nach einem Blick auf mein Geburtsdatum nicht glauben mag, aber ich habe auch damit angefangen.

Allerdings hatte unser erster "Wohnzimmer-C64" schon ein Floppy... (und viele meiner Freunde schon einen 286...)

Und dem David kann man auch nur zustimmen...

Heute häufen sich in diversen Foren Beiträge über Leute, die es nicht gebacken bekommen den aktuellen Grafikkartentreiber zu installieren, damals musste man 2 Stunden <b>rumtelefonieren</b> bis einem ein kumpel erklären konnte, wie man die kopierte Indiana Jones Kopierschutzscheibe richtig zusammenbastelt ^^

Ellenn, Dienstag, 18. September 2007, 20:07

Ellenn's Gravatar

Meine Spieleerfahrungen reichen bis zum ZX81 zurück. Ich hatte sogar eine luxoröse 16 kB Speicherweiterung und einen Thermodrucker.
Trotz aller Nostalgie wünsche ich mir diese Zeit nicht zurück, zocken macht mir heute mehr Spass.

Marco, Dienstag, 18. September 2007, 21:54

Marco's Gravatar

Hach !

Die ersten Gerüchte, dass es wohl Spiele geben würde, die "nachladen" können.

Die Erkenntnis, dass sich Spiele am besten mit einem (möglichst billigen) Doppel-Tape-Rekorder kopieren lassen.

dschinges, Dienstag, 18. September 2007, 22:16

dschinges's Gravatar

... und vor allem paradroid! oder thrust: http://www.lysator.liu.se/~peda/thrust/ oder elite! Da werden Erinnerungen wach. Schön war das.

mckenna, Dienstag, 18. September 2007, 22:50

mckenna's Gravatar

Der alte Brotkasten!

Zweimal "Schiffe versenken" mit dem Großcousin (und dem C-64) gespielt - nie wieder fass ich das Ding an!

lorenz, Dienstag, 18. September 2007, 23:19

lorenz's Gravatar

mein erster eigener rechner hatte XP... -.-

Martin, Mittwoch, 19. September 2007, 08:08

Martin's Gravatar

Ich hab' in östlichen Gefilden meinen Schulroboter noch per Lochstreifen füttern können, das war ein echtes haptischer Erlebnis. Mein Vater hat soviel wie möglich Spesen bei seinen abzählbaren Dienstreisen in "nichtsozialistische Wirtschaftsgebiet" gespart und den heimischen Haushalt mit C16, C116 und C+4 ausgestattet (nacheinander, über Jahre verteilt).

Die waren zwar leider nicht ganz so spieletauglich wie der C64, aber trotzdem der Hammer! 128KB mit 4 Programmen direkt an Bord! Das waren Leistungswerte (C+4), die immer wieder für respektables Murren sorgten. Die Software wurde zu Zeiten der Datasette noch schööön mit dem Stereodeck vom Papa kopiert. Ein Ladevorgang von 128 kB dauert 12 (zwölf!) Minuten!

Und ganze Stories könnte ich jetzt noch über die Pre-Internet-Ära schreiben... Mit PC-Klonen namens A7150 (DDR-Model mit 8086er), Modems, Mailboxen (FidoNet !) und ASCII-Pornos ;)

An Software und Informationen kam man nur schwer heran, da war Social Networking noch echt, so mit in der Kneipe treffen und Codewheels kopieren. Hach... Nostalgie iss schon was Feines, aber heutzutage macht die Technik wesentlich mehr Spass. Also Frischlinge, laßt Euch von dem Gelaber alter Säcke nicht unterkriegen ;)

Traveller, Mittwoch, 19. September 2007, 09:57

Traveller's Gravatar

Jaja, das waren noch Zeiten. Bevor ich irgendwann einmal stempeln gehe, bewerbe ich mich vielleicht doch mal bei Deiner Zeitschrift. Meine Spieleerfahrung geht sogar noch bis zum Apple II (mit Paddles!) zurück. Als mir mein Vater dann mal erzählte, dass es außer Asteroids sogar Spiele gibt, in denen man "so Situationen durchspielen muss, z.b. man fällt in eine Gruber und muss wieder rauskommen", war klar, dass ein Adventure-fähiger Computer her muss, ein Mac Plus. Weiß ja nicht, wem Games wie "Uninvited" oder "Deja Vu" noch was sagen. Grandios. Dann war irgendwann auch Commodore dran, wobei ich Könner natürlich gleich mit dem C 128 eingestiegen bin. Der sah auch schon fast so aus wie ein "echter" Computer!

FaFu, Mittwoch, 19. September 2007, 10:25

FaFu's Gravatar

Damals gab es auf den öffentlich Rechtlichen eine Sendung, die ab und an Spiele zum "runterladen" angeboten haben: man musste seinen Fernseher an die Stereoanlage anschliessen und das ausgestrahlte Fiepen und Schnarren auf Tape bannen.

Komisch, was einem so alles wieder einfällt..

Armer Wurm, Mittwoch, 19. September 2007, 10:33

Armer Wurm's Gravatar

..Wir hatten ja nichts, damals..

So ist es. Aber ich hab sogar heute immer noch nichts! Ich lese die Brüder Karamasow viermal auf bulgarisch, bis mein Arbeitsgerät mich irgendwann mal achselzuckend dran lässt! Ich bin ein armer Wurm!

Aufklaerungszentrale, Mittwoch, 19. September 2007, 10:58

Aufklaerungszentrale's Gravatar

Ich hab mir nem 386 angefangen. Also nie was anderes als nen PC besessen.
Und ich erinnere mich noch gut an das gute alte MSDOS. und dem tollen Windows 2. Und an den ganzen Ärger weil nichts so wollte wie es des sein sollte.

Uli, Mittwoch, 19. September 2007, 12:39

Uli's Gravatar

Wie jetzt? C 64? Das war doch damals schon "Evolution". Mit einem Sinclair ZX81 begann (für mich) alles. Und die ersten eigenen Games waren (in Ermangelung farbiger Darstellungen) Rechenaufgaben mit ja/nein Ergebnissen.

Der ZX erledigte seinen Dienst noch einige Jahre später als Lightshow-Controller meiner mobilen Disco und zum Daddeln ging man in die Spielhalle (vormals Flipperhalle). Bei (damals schon) 182cm Körpergröße hat auch niemand nach einem Ausweis gefragt ;-)

Peter, Mittwoch, 19. September 2007, 13:29

Peter's Gravatar

Mal ehrlich, heute muss man doch auch das Wort "Kassettenrekorder" erklären, oder?

Jan, Mittwoch, 19. September 2007, 15:35

Jan's Gravatar

Ich habe noch einen alten C64 zu Hause http://www.jantwothree.de/index.php?act...mp;bid=21, zwar "schon" mit Floppy-Drive aber "PRESS PLAY ON TAPE" kenne ich auch noch.

gloomy, Mittwoch, 19. September 2007, 17:32

gloomy's Gravatar

Defätistisch - danke! Kannst ruhig weiterhin in jeden Blogeintrag ein Fremdwort einbauen, der Bildungsauftrag von kaliban.org

Matthias, Mittwoch, 19. September 2007, 19:51

Matthias's Gravatar

Das Schlimme ist nur: Die Kinder von heute können trotzdem nicht wirklich umgehen, sie wissen nur in der Regel mehr als ihre Eltern...

HilkMAN, Donnerstag, 20. September 2007, 07:54

HilkMAN's Gravatar

Na ja, so schlimm war es doch gar nicht. Die wichtigsten Programme konnte man doch von Corn-Flakes-Packungen abschreiben? Dafür musste ich erstmal nachgucken, was um alles in der Welt "N64" ist...

Andreas, Donnerstag, 20. September 2007, 19:10

Andreas's Gravatar

"Worauf er mich anschaute, als sei ich ein besonders lernschwaches Kind und mich in ruhigem, aber bestimmten Tonfall darauf hinwies, dass es ja wohl »N64« heißen müsse.".

Das ist gut. :)

Bei mir fing das Zocken erst mit dem Super Nintendo an. Wobei ich vorher immer bei meiner Cousine vor einem Amiga gesessen bin. Da gabs so ein cooles Rennspiel, an das ich mich noch erinnere.

Claus, Samstag, 22. September 2007, 13:28

Claus's Gravatar

Ich weiss noch, wie ich mit meinen Geschwistern am C64 Hanse auf Datasette geladen hatte. Nach gefühlten 60 Minuten ein blinkendes "Load Error":
Also zurückspulen und noch einmal von vorne.
Dann die Freude, als beim 2. Versuch der Ladevorgang erfolgteich abgeschlossen wurde.
Und der folgende Frust, als ich beim Eintippen einer Zahl aus Versehen eine Buchstaben- oder Zeichen-Taste drückte (nein, nicht Run/Stop) und Hanse dann -damit gar nichts angangen könnend- sich selbstständig beendete. Boah, gab das Kommentare von den Mitspielern....
Einem ehemaligen Schulkameraden trage ich es übrigens immer noch nach, dass er mir um 1987 herum das Gerücht ins Ohr setzte, dass es "demnächst" ein Pirates geben würde, das man zu zweit spielen könne und bei dem man auf einer einsame Insel seinen Schatz vergraben bzw. den 2. Spieler nach Gefangennahme aussetzen könne.
Da warte ich auch 20 Jahre später noch drauf.

Mathias, Samstag, 22. September 2007, 16:04

Mathias's Gravatar

Geboren in einem Land das es nicht mehr gibt, durfte ich meinen ersten Computer noch selbst zusammenschrauben. Außer einer Platine und einer "Knäckebrot" getauften Folientastatur hatte dieser "Kleincomputer" nichts. Sein Name lautet "Z1013" und Guggle;-)-Bildersuche hilft bei der Ortung:-) Dies ist nun 20 Jahre her und ich gehöre mit 34 Jahren im Sinne heutiger Jugend zu den älteren Semestern
~schmunzel~ insofern gefällt mir die Metapher 5jähriger Powerpoint-Experten besonders gut:-)

Mag der Auslieferstatus noch so geringfügig gewesen sein, der Elan der Hobbyisten war umso größer....
.... aus dieser Platine etwas zu machen!!!

Selbst Pascal- und Forth-Compiler gab es für den "Kleinen"

Natürlich haben auch bei mir x86-Rechner Einzug gehalten und mit Fug und Recht erinnere ich mich gern an die DOS-Zeit. Windows ließ grad in höheren Varianten vieles an DOS-Wissen in Vergessenheit geraten. Erst kürzlich mußte ich meinen Vater nach der genauen Schreibweise des DOS-Befehls "Checkdisk" fragen....

....Ganz sicher hätte mir auch das Inet geholfen, aber ein augenblickliches Telefonat bedingte die Situation

Ich habe seit 1995 Internet und seit damals hat sich vieles verändert. Das waren noch Zeiten, als ich nachts um 2 Uhr aufstand, um per Modem ins Internet zu gehen, weil es damals zu dieser Zeit die günstigsten Telefontarife gab. Dennoch kostete damals die Stunde Internet 10 DM an den ISP plus Telefonkosten, also ein halber Kleinwagen bei Vielnutzung...Da lobe ich mir die heutige DSL-Flat:-)

Auch ich könnte über mein Leben mit Computern ein Buch schreiben, ähnlich wie einer meiner Vorschreiberlinge, der im selben Land lebte, wie ich:-)

Denke grad an die Programmiersprache BASICODE, wenn man so will, das JAVA der Spät80er/Anfang 90er. Und an die Zeit als Radio Hilversum, respektive die NOS in Holland in einer Computer-Radiosendung Basicode-Programme sendete, man in der DÄÄÄÄDÄÄÄÄ AIR schier hoffte, dass die Übertragungsbedingungen auf Mittelwelle gut sind....

....merke schon, genug Stoff für ein Buch!!!!!!

Geblieben sind der Wünsche nach einer SUN-SPARC und nach einer SGI-Workstation die ich hoffe vor bzw. zu meinem 40. Geburtstag verwirklichen zu können.

In diesem Sinne, Euch alles Gute und vielen Dank für diesen Blog

Mit freundlichen Grüßen aus der Mannheimer Oststadt

Mathias (ein neuer Fan Eueres Blogs)

feuervogt, Donnerstag, 06. Dezember 2007, 10:29

feuervogt's Gravatar

C-64? Datasette?
Mit so was hat sich unsereiner doch gar nicht erst abgegeben ein "richtiger" Computer musste es schon sein: Commodore 128D - mit eingebauter 1571 Floppy (zwei - in Worten ZWEI! - Lese-/Schreibköpfe). Da traf es sich gut, dass einer meiner Klassenkameraden Geld brauchte und ich mein schwer verdientes Ferienjobvermögen loswerden konnte.
Als mein Vater dann abends von der Arbeit kam und ich ihm voller Stolz meine neue Errungenschaft zeigen konnte, habe ich wohl den Grundstein für seine heute noch vorhandene Abneigung gegen Computer im heimischen Wohnzimmer gelegt. Die Demonstration nur eines einzigen load „$“,8 hat ihn um den Teil seines Verstandes gebracht, der sich mit modernen Rechenanlagen befasst. Dafür kann er ellenlange Zahlenreihen im Kopf berechnen, eine Fähigkeit, um die ich ihn nach wie vor beneide.
Später habe ich meine Charakterbögen für DSA mit dem Computer erstellt und konnte in der Zeit, wo andere noch für ihr Charisma würfelten, bereits ganze Armeen von Barden und Thorwalern auffahren. Auf den schuleigenen Apfelrechnern haben wir dann schließlich unsere gnadenlose Überlegenheit mit unsinnigen GOTO Befehlen vor der ungläubigen Oberstufe demonstriert.
Wenn ich zurückdenke, fallen mir viele Idiotien von damals wieder ein. Meine „Freundin 500“ mit drei zusätzlichen externen Diskettenlaufwerken, nächtelange StarTrek Orgien vor dem Schneider CPC464 meines Nachbarn, die Wutanfälle, wenn bei Kaiser wieder einmal die Maschine versagte, weil ich meine Reiter ins Nachbarland schickte oder Blasen an den Händen und Muskelkrämpfe im Unterarm weil die Joysticks des Atari 2600 bei Decathlon so grausam unergonomisch waren.
Ja, wir waren schon immer anders. Und obwohl ich so oft vor dem Computer hockte, dass ich mittlerweile einen eigenen Computerladen habe, erinnere ich mich daran, dass wir eigentlich immer draußen waren und uns real auf ein paar Bier getroffen haben. Das ist das einzige Manko heutiger Internetstrukturen, dass die wirklichen Freaks nicht mehr raus müssen. Dabei gibt es doch nicht schöneres, als echte Freunde!

Und dieses Silvester gewinne ich endlich mal wieder unser jährliches Streetfighterturnier – bestimmt!

Dunkelstein, Freitag, 10. Oktober 2008, 00:47

Dunkelstein's Gravatar

Ich bin Baujahr 1965 mein 1ter war ein Sinclair ZX81
von der Hobbytronic in Dortmund als Bausatz zum selber löten. Das löten ging dann später beim C64 noch weiter : für Modem, ROM Umschalter und Speeddos nachbauten (pzzz)^^, später hab ich noch einen SX-64 gekauft den ich noch heute habe, meine Lieblings Spiele auf dem C64 waren Winter/Summer Games die einen so hohen Joystick verschleiss hatten, das ich mir MircoTaster auf ne Lochraster Platine gebaut hab um besser spielen zu können, die
ganzen Sportspiele waren irgenwie Joystick Killer :)

Text Adventures hab ich auch gerne gespielt, oder Games gehackt wie z.B. bei Kaiser den Tod aus dem code rausgeworfen so konnte man auch mit 4 Leuten
Kaiser die ganze Nacht lang spielen ^^. Oder hab die Sprachausgabe bei B. Castle Wolfenstein etwas lustiger gestaltet.

Das ganze Hobby löten und proggen ist nacher bei mir zum Beruf geworden, aber Spiele mag ich immer
noch und bis auf die Technik hat sich ja bei den
Spiel Ideen aus den 80er Jahren nicht allzu viel
verändert :) Geändert hat sich aber das man damals
bei C64 Spielen noch zusammen gesessen hat, Heute heist sowas LAN Party, aber bei immer mehr Online Spielen gibts immer weniger LAN Partys ... das zusammen spielen wird imer mehr zum TS2 oder Skype
Treffen... naja zumindest hört man dabei noch echte Menschliche Stimmen, und auch reine Online Spieler treffen sich ja ab und an Real life noch :)

In diesem Sinne, liebe Grüsse an alle C64 Veteranen ROFL und wie war noch der alte WDR
Computer Club Spruch : IMMER EIN BIT ZUVIEL !

heist heute wohl immer ein Terrabyte mehr :)

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